Marken muss man Profile geben, sie positionieren. Um zukünftig mein Gedankengut, meine Ansichten, Erfahrungen und auch Arbeiten unter einem einzigen Portfolio zu distribuieren, entwerfe ich derzeit eine komplette CI für meine Eigenmarke “Nijko”. Sie soll mich in Zukunft einheitlich repräsentieren und natürlich auch der Außenwelt die Möglichkeit geben leichter auf meine Arbeiten zuzugreifen, als nach einem langen, schwer zu buchstabierenden Namen zurückgreifen zu müssen. Das prägnant einfache, neue Logo seht Ihr bereits oben und wurde gestern für Visitenkarten und weitere Printerzeugnisse optimiert.
Entgegen der eigentlichen Vorgehensweise, die Entwicklung der Marken-Positionierung vor die CI zu schieben, fing ich erstmal mit dem CD, z.B. Logo an (je nach Laune bin ich ein grafischer Denker, manchmal aber auch textlastiger). Hatte ich schon Ewigkeiten im Kopf, die Vorstellung war mehr als klar - es musste nur der Zeitpunkt kommen, das umzusetzen. Weiterhin wird das zur Folge haben, den Schritt zur eigentlichen Positionierung zurückzugehen und über Leitidee, Leitsätze und Motto diese klar zu definieren. Es wird also ein Glossar an Gedankengut geben, kurz und knackig formuliert, das zu mir passt, meine Wertvorstellungen und Visionen sammelt und im gleichen Zuge nach außen trägt. Dieses ganze “Tool” ist auch eine Art Selbstreflexion, inmitten von so vielen unterschiedlichen Einflüssen, die nur nach Orientierung schreien, um nicht vor “lauter Bäumen den Wald nicht mehr zu sehen”.
So manch einer wird sich die Frage stellen, wozu eine Eigenmarke gut ist und wofür man sie braucht. Wen das interessiert, liest sich grobe Denkanstöße dazu schonmal in meinem alten Beitrag über “Bernd M. Michael”, ehemaliger Vorstand von Werbeagentur GREY, durch.
Allerdings ist jedes einzelne Portfolio wie eine Art Marke. Ziemlich genial ist das auch bei HEDI SLIMANE, der mich in einer Reportage auf dem BIOGRAPHY-Channel im TV sehr beeindruckt hat - nicht nur künstlerisch, sondern auch menschlich. HEDI ist allerdings Chefdesigner von DIOR, entwickelt unter anderem nach meinem Wissen die Innenausstattung der DIOR-Läden in vielen unterschiedlichen Ländern. Genial, inspirativ der Typ. Und: Er fotografiert interessante Models in einer einfachen, aber aussagekräftigen Art und Weise, die ihr Euch einfach mal ansehen solltet. Er ist eine und hat eine Eigenmarke. Sein Name steht für das, was er verkörpern möchte und das, was er ist. Es passt, es lebt. Und man sieht zu dem Mensch auf, identifiziert sich mit der Marke, und lernt im besten Falle von seiner Kreativität.
Ich glaube wenn man mit dem Bewusstsein ran geht, sich als Eigenmarke zu erschaffen kann das nur schief gehen.
Wenn man ständig weitermacht, die eigene Webseite immer auf ein neues Level schiebt, wird man ganz automatisch zur Marke.
ritman.de ist auch irgendwo eine “Marke” auch ohne Logo. Wieso? Weil ich als Typ dahinter sitze.
Du machst sie aber zur Marke, indem du ständig die Besuchszahlen pushst, die Seite durch Kommentare auf anderen Blogs verbreitest, viel verlinkst… das ist für mich auch Marketing in eigener Sache. Gute Marken brauchen nämlich auch kein Logo ;)