Ich will auch mal: Hall of Fame

Es gibt Leute, die machen einfach Ihr Ding. Und sie wachsen zu ihrer eigenen Marke, sie sind die Marke. Sie leben sie und können diese dadurch ungemein authentisch verkörpern. Was nicht zuletzt dazu führt, dass andere zu ihnen aufsehen, sie bewundern, sich an sie erinnern. Sie grenzen sich ab, das, was eine Marke tun sollte, um zu überleben.
Ich hab schon früh erkannt: Lebe Dich als Marke, entgegen fremder (neg.) Kritik, brenne dich auch mal ins Gedächtnis der Menschen. Seit ich das mache, beschwere ich mich nicht mehr über mangelnde Weiterempfehlung, tolle & spannende Jobs, großes Netzwerk, sichere Freunde. Wer das erkannt hat, der versteht mich. Und mittlerweile sag’ ich mir: Wer damit nicht klarkommt, der weiß diesen Wert nicht zu schätzen.

Ich will auch mal in die Hall of Fame. Wo auch immer.

So Menschen wie Bernd M. Michael sterben aus, leider, so mein Gefühl. Vor kurzem erst wurde das Werbe-Urgestein und ehemaliger GREY-Führer von der Wirtschaftswoche (WiWo) geehrt und in die Hall of Fame 2008 aufgenommen. Gott sei Dank, denn da gehören diese Vorbilder einfach hin. Alleine schon seine personal assistentin, ulla b., ist so toll, dass man von ihm nichts anderes erwarten kann. Und seitdem er sich auch mit mobile marketing und internet tief auseinandersetzt (trendbewusst), ist er mir noch viel mehr sympathischer geworden.
Sein Büro im GREY Headquarter sehe ich täglich. Er ist immer weg. Manchmal rast er am Fenster vorbei, steigt ins Chauffeur-Auto-dicker-schwarzer-BWM-Limousine ein und weg… manchmal (selten) kommt er aber auch für uns in die GREY ACADEMY, um zu lehren, vorzutragen, präsent zu sein. Und er ist ein genialer Halter von Präsentationen, mit Spirit.

bernd m. michael
Die WiWo hat jetzt ein Portrait veröffentlicht: Bernd M. Michael, mit ziemlich lustigen Einzelheiten, die ich bisher nicht kannte.

Zitat:
Auch im Internat in Hohenschwangau, das er nach der Grundschule besucht und wo er sich einen Schlafraum mit sieben anderen Kindern teilte, versucht er, sich „mit Ecken und Kanten von den anderen abzuheben“. Wurde jemand für eine besondere Aufgabe gesucht, „reckte ich automatisch den Arm“. Etwa, als einmal der Torwartposten in der Schülermannschaft vakant war. Michael meldet sich, obwohl er noch nie Fußball gespielt, geschweige denn im Tor gestanden hatte. „Ich dachte: sich links und rechts in die Ecken zu schmeißen, das macht Eindruck.“

Und wie schön es ist, für sich zu arbeiten:

Kurz darauf hat er „genug vom Angestellten-Dasein.“ Sagt Michael. Und den täglichen Knöllchen für seinen Porsche im Halteverbot vor der Agentur in der Düsseldorfer Corneliusstraße, sagt ein Weggefährte.

Also kauft sich Michael mit Hilfe der Amerikaner in die Agentur ein, parkt seinen Porsche portemonnaieschonend im Innenhof der Agentur und entwickelt Gramm & Grey nach seinen Vorstellungen weiter.

“Bin ich schon drin oder was? Das war ja einfach.”
AOL

Da sind so viele Einzelheiten im Artikel bezüglich Lebens- und Jobweisen, die ich genauso vorgenommen hätte. Oder besser: Ich werde, wenn ich da bin ; -)

Lesen!

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